Schweinegrippe – gefährlich für Tier und Mensch?

Foto: Flickr / Guillaume Brialon

Noch haben wir die Schweinegrippe (N1H1) zwar im Hinterkopf, aber dennoch beinahe vergessen, da tauchen wieder negative Meldungen im neuen Jahr 2011 auf, die uns klar machen, dass die Schweinegrippe doch noch nicht vorbei ist. Ganz im Gegenteil, sie kommt zurück. Allerdings nicht mehr in der damaligen äußerst schweren Krankheitsform, sondern so abgeschwächt, dass sie behandelt werden kann. So besteht weder Gefahr für Sie selbst, noch für Ihren geliebten Stubentiger.

Die Aufregung und Unsicherheit beim erstmaligen Auftauchen dieses bis dahin unbekannten Grippevirus bestand im fehlenden Impfstoff, denn ein geeigneter musste erst entwickelt und getestet werden. Inzwischen ist dies jedoch geschehen – es ist reichlich Impfstoff vorhanden und kann sowohl an Mensch, als auch an Tier abgegeben werden. Nach neusten Erkenntnissen, handelt es sich bei der inzwischen verbreiteten Schweinegrippe als keine gefährliche Grippevariante, trotzdem sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Das Virus H1N1 kann sehr leicht – häufig durch Tröpfcheninfektion – übertragen werden, und deshalb ist bei einem Grippeverdacht Vorsicht geboten. Gerade an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten und der eine oder andere anfängt zu niesen oder zu husten, ist die Gefahr groß, dass man die möglicherweise vorhandenen Viren einatmet und sich dadurch ansteckt. Was viele Menschen in ihrem Alltag nicht bedenken ist, dass man sich sehr leicht schlicht durch den simplen Kontakt oder die Berührung z.B. von Rolltreppen, Wasserhähnen auf Toiletten, Türklinken, Einkaufswagen im Supermarkt oder sogar im Fitnessstudio an der Hantelbank anstecken kann. Sogar Händeschütteln ist nicht immer vorteilhaft: Wie schnell fährt man mit seiner Hand ins eigene Gesicht und verteilt so die Erreger. Ein oberstes Gebot ist es daher, sich gründlich die Hände zu waschen, und lieber einmal zu viel als zu wenig. Ist gerade kein Wasser vorhanden oder fehlt es an der Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, kann man ein Desinfektionstuch zur Hilfe nehmen.

Die Schweinegrippe hat ihren Namen nicht umsonst: So steht außer Frage, dass sich auch Tiere mit dem Virus infizieren können. Doch in erster Linie sind Hundehalter zur Vorsicht gemahnt, Hauskatzen, die die eigenen vier Wände nicht verlassen, scheinen sicher, und ein in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgetretener Fall einer Katze, bei der die Schweinegrippe diagnostiziert wurde, hat sich bislang nicht wiederholt und scheint ein Einzelfall zu bleiben.

Wenn Symptome wie Husten, Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Durchfall bei Ihnen auftauchen oder Sie das Gefühl haben, Ihre Samtpfote sei an diesen Symptomen erkrankt, gehen Sie lieber jeweils vorsorglich zum Arzt und lassen sich untersuchen. Denn vorbeugen ist besser als heilen – also lieber einmal umsonst den Arzt aufsuchen, als im Nachhinein unter Spätfolgen zu leiden.

Nichtsdestotrotz sollte der Teufel nicht an die Wand gemalt werden – nun ist er da, der Impfstoff für die Grippe, die nicht schlimmer als andere sein soll. Vorsicht ist zwar trotzdem geboten, aber einem Spaziergang in der Kälte oder einer Shoppingtour im vollen Kaufhaus steht trotzdem nichts im Wege! Und vor allem nichts den weiteren Streicheleinheiten, die Ihr Stubentiger so liebt.

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