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CNI – ist eine der häufigsten Erkrankung bei Katzen

Eine der häufigsten Erkrankungen bei Hauskatzen, besonders im fortgeschrittenen Alter, ist die sogenannte „CNI“(chronische Niereninsuffizienz). Bei einer chronischen CNI handelt es sich meistens um eine Spätfolge einer zurückliegenden Nierenschädigung. Eine solche Erkrankung kann jede Katze aller Altersstufen betreffen. Leider ist diese Form der Nierenerkrankung nicht heilbar, kann aber je nach Stadium mit Medikamenten behandelt werden.

Eine chronische Niereninsuffizienz kann verschiedene Ursachen haben. Allgemeine Faktoren wie Alter, Genetik, Klima, Genetik oder auch eine Krankheit können diese Insuffizienz begünstigen. Und deshalb wird vermehrt die Aufmerksamkeit gerichtet auf zu erhöhten Blutdruck, erniedrigtes Kaliumniveau, ansäuernde Diäten und zahnmedizinische Erkrankungen als mitwirkende Faktoren für die Entwicklung eines chronischen Nierenversagens gelegt. Zudem haben Untersuchungen ergeben, dass einige Rassen ein höheres Aufkommen von chronischer Niereninsuffizienz erkranken als andere Rassen, und dazu gehören diese Rassen:

– Maine Coon

– Abessinier

– Siamesen,

– Russisch Blau

– Burmesen und Balinesen

Da eine chronische Niereninsuffizienz in jedem Alter auftreten kann, wird sie jedoch vor allem bei älteren Katzen diagnostiziert. Durch eine diätetische Verbesserung der Katzennahrung, Fortschritte in der veterinärmedizinischen Behandlung und vermehrte Wohnungshaltung leben Katzen mit dieser Erkrankung viel länger.

Außerdem ist eine chronische Niereninsuffizienz nicht auf eine einzige, klar definierbare Ursache zurückzuführen ist, gibt es bisher auch kein konkretes Vorgehen, um eine chronische Niereninsuffizienz zu verhindern. Aber nicht jede Katze entwickelt die Krankheit, denn selbst statistische Studien können lediglich einen Hinweis geben, was nützlich sein kann, der Krankheit vorzubeugen. Da die Ursachen aber unterschiedlicher Natur sein können, kann leider unter Umständen jede Vorkehrung fruchtlos bleiben.

Und hier die möglichen Ursachen und Risikofaktoren von CNI:

– Ernährungsbedingte Ursachen

– Bakterielle oder virale Infektion

– Inzucht

– Altersbedingte Einschränkungen der Nierenfunktion

– Genetische Erbanlage

Diese Auflistung von Ursachen können die Auslöser für eine gestörte Nierenfunktion sein. Besonders Katzen, deren hauptsächlicher Nahrungsbestandteil Sojaeiweiß ist, erkranken häufiger an CNI, da diese Eiweiße für Katzen schlecht verdaulich sind. Die erste Auffälligkeit, die eine Katze zeigt, ist oft das vermehrte Trinken, bedingt durch häufiges Wasserlassen. Oft zeigt sich auch das Fell sehr struppig und fettig und das allgemeine Erscheinungsbild der Katze wirkt ungepflegt. Ein weiteres Anzeichen ist häufiges Erbrechen der Katze, durch das ein rapider Gewichtsverlust die Folge ist. Die Katze wirkt, wenn sie unter dieser Krankheit leide, oft lustlos und zeigt ein atypisches Verhalten.

Im Falle eines Verdachts auf CNI, sollten Sie unbedingt die Blutwerte der Katze eingehend vom Tierarzt überprüfen lassen. Sollte die Diagnose bestätigt werden, wird neben einem speziellen täglichen Medikament auch eine Nieren schonende Diät verordnet.

Die richtige Ernährung kann den Krankheitsverlauf verlangsamen

Da eine Diät-Ernährung einen reduzierten Eiweißanteil hat, werden die Nieren in ihrer Entgiftungsarbeit entlastet. Des Weiteren sollte die Katze möglichst salzarm gefüttert werden und viel trinken. Deswegen sollte Sie besonders darauf achten, dass immer frisches Trinkwasser bereitgestellt wird. Durch eine solche Ernährungsumstellung leben Katzen mit CNI heute wesentlich länger als noch vor einigen Jahren und erhalten oftmals ihre alte Lebensqualität wieder zurück. Katzen ab dem siebten Lebensjahr sollten daher regelmäßig einen Check erhalten und auf erhöhte Nierenwerte überprüft werden. So kann die Erkrankung rechtzeitig festgestellt und ihr Verlauf verhindert werden. Außerdem empfiehlt es sich, Zähne und Zahnfleisch regelmäßig zu kontrollieren, da sich Bakterien durch schlechte Zähne und Plaque zur Entstehung der chronischen Niereninsuffizienz beitragen können.

Jedes Futter ist besser als gar kein Futter, denn Katzen sind bekanntermaßen sehr heikle Fresser und aufgrund von Futterverweigerung kann es zu einer Dehydration (Austrocknung) kommen, die zu den gefürchteten Komplikationen der CNI führen können. Trotzdem sollte Sie niemals Ihre Katze zum Fressen zwingen, um nicht auch noch eine Appetitlosigkeit hervorzurufen. Hier sind Alternativen gefragt, wie eine Flüssigkeitszufuhr, dies kann zum Beispiel über regelmäßiges Verabreichen von Kochsalzlösung erfolgen oder Sie verdünnen einfach das Futter mit Wasser. Auch schmackhafte Beimischungen und die kurzfristige Zufütterung von Appetitstimulantien sind außerdem bei einer CNI Erkrankung empfehlenswert.

Bild: cute cat von Per Ola Wiberg – Powi, CC-BY